Orchestergeschichte

In der so genannten Gründerzeit gab es in München so gut wie keine Liebhaberorchester, die sich hauptsächlich sinfonischer Musik widmen wollten. So fand sich im Jahre 1880 ein Kreis musikbegeisterter Münchner Bürger zusammen, um im Rahmen eines großen Orchesters zu musizieren, dabei vor allem Werke aufzuführen, die von den professionellen Orchestern nur selten in deren Programmen angeboten wurden, und um jungen Künstlern die Möglichkeit zu geben, als Solisten vor größerem Publikum aufzutreten.

Das seinerzeitige Mitgliederverzeichnis weist bedeutende Namen auf aus Gesellschaft, Kunst und unterschiedlichen Berufen. So stand etwa am Kontrabass der Arzt Dr. Felix Schlagintweit, der in seinem Buch »Ein verliebtes Leben« dem Orchesterverein München ein liebenswürdiges Denkmal setzte. Neben dem Musizieren und reger Konzerttätigkeit kam damals auch die Geselligkeit bei aufwändigen Bällen und Festen nicht zu kurz.

Nach den beiden Weltkriegen war das Wiederaufleben des Orchestervereins München 1880 jeweils zwar mühsam, aber erfolgreich. Willy Wickenhäuser konnte das Orchester von 1951 bis zu seinem Tod 1994 fast ununterbrochen leiten. Danach dirigierte Dr. Bernd Schuch das Orchester fast 20 Jahre lang. Ab September 2013 bis April 2016 war Thomas Huppertz der Dirigent des Orchesters.